Fragen an den Steuerberater: FAQ – Frequently Asked Questions

1. Was kann ein Steuerberater für mich tun?

Unsere Aufgaben sind vielfältig. Generell beraten wir unsere Mandanten in allen relevanten Steuerfragen und der Rechnungslegung für Unternehmer und vertreten ihre Interessen gegenüber dem Finanzamt.

Privatpersonen ziehen uns als Berater hinzu, um beispielsweise die Einkommensteuererklärungen jährlich erstellen zu lassen.

Für Unternehmen erfüllen wir die gesetzlichen Buchführungsverpflichtungen und alle angrenzenden Aufgaben, besorgen die Aufstellung von Jahresabschlüssen und die Erstellung von Steuererklärungen.

Des Weiteren beraten und gestalten wir bei steuerlichen Fragestellungen und Projekten mit den vielfältigen steuerlichen Bezugspunkten.

2. Muss man einen Steuerberater haben?

Nein.

Wer jedoch einen Steuerberater beauftragt, hat ein hohes Maß an Gewährleistung, dass seine Steuerlast und die Steuern des Unternehmens nicht höher als erforderlich sind, alle Vergünstigungen in Anspruch genommen werden und es später keine Überraschungen gibt.

Soweit es Finanzbuchführungen betrifft, werden bereits hier die Weichen für die spätere Steuerfestsetzung mitgelegt. Z.B. welche Wirtschaftsgüter zum steuerlichen Betriebsvermögen gehören, welche Aufwendungen abziehbar sind und welche Wahlrecht bestehen, wird Ihnen der Steuerberater erläutern, Sie beraten und Empfehlungen geben. Aus der Finanzbuchführung entwickeln wir die Gewinnermittlungen, z.B. Bilanzen, die als Grundlage der Besteuerung dienen.

3. Was kostet ein Steuerberater?

Die Vergütungen variieren von Fall zu Fall. Aufwändige, komplexe und zeitintensive Tätigkeiten und Beratungen führen regelmäßig zu höheren Vergütungen als einfachere Angelegenheiten.

Durch den Umfang der uns übertragenen Aufgaben bestimmt der Mandant auch die Vergütungen mit. Wenn es um Finanzbuchführung geht, kann der Mandant bereits Vorarbeiten leisten und hier Geld einsparen.

Im Falle einer Einkommensteuererklärung sind der Tätigkeitsrahmen und die Vergütungsmaßstäbe verhältnismäßig klar.

Die Tätigkeiten für betriebliche Mandaten sind deutlich umfangreicher und komplexer, da hier sowohl die betriebliche als auch die private Steuersphäre betrachtet wird und neben der Einkommensteuer auch weitere steuergesetzliche Regelungen einfließen. Hinzu kommen Vergütungen für die Erstellung von Finanzbuchführungen, Gewinnermittlungen bzw. Jahresabschlüsse, das Lohn- und Gehaltswesen und weitere Tätigkeiten mehr, z.B. verfahrensrechtliche Schritte, betriebswirtschaftliche Beratung und vieles mehr.

Die Vergütungen für die klassischen Tätigkeiten sind gesetzlich geregelt und die Leistungen werden zumeist nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) abgerechnet. Die Vergütung für Beratungsleistungen kann nach dem erforderlichen Zeitaufwand bemessen werden, z.B. wenn der Gegenstandswert der Beratungstätigkeit (Wert des Interesses) nur gering ist oder die Tätigkeit nach der StBVV nicht adäquat vergütet würde. In diesen Fällen schließen wir gesonderte Auftrags- und Vergütungsvereinbarungen mit unseren Mandanten ab.

Die Vergütungen auf Zeitbasis beträgt zwischen EUR 75,00 und EUR 140,00 zzgl. Umsatzsteuer je Stunde.

4. Wie hoch sind die Kosten für eine "normale" Steuererklärung?

Eine normale Steuererklärung gibt es unserer Meinung nach nicht, da die Verhältnisse unserer Mandanten zu unterschiedlich sind.

Wenn es sich um eine Einkommensteuererklärung zweier berufstätiger Eheleute handelt und neben Lohn/Gehalt keine weiteren Einkünfte vorhanden sind oder zusätzliche Tätigkeiten entfaltet werden müssen, kann man ungefähr von einer Vergütung in Höhe von 0,5% bis 0,9% der Bruttogehälter p.a. ausgehen.

Ihr Vorteil: Die Steuerberatervergütung ist im Jahr der Bezahlung teilweise als Werbungskosten aus nichtselbständiger Arbeit abziehbar und wirkt sich dann mindernd auf Ihre Einkommensteuer aus.

5. Haftet der Steuerberater auch für Fehler?

Dem Mandanten stehen die allgemeinen Gewährleistungsansprüche zu.

Im Falle eines Beratungsfehlers wird ein entstandener Schaden durch die gesetzlich vorgeschriebene Berufshaftpflichtversicherung gedeckt.

6. Behandelt der Steuerberater alles vertraulich?

Neben den allgemeinen Verschwiegenheits- und Datenschutzverpflichtungen bestehen für Steuerberater berufsrechtliche Verschwiegenheitspflichten (§ 5 BOStB) wie sie auch für Rechtsanwälte, Ärzte und andere Berufsgeheimnisträger gelten.

Das Berufsgeheimnis ist ein zentrales Berufsmerkmal, ein nicht hoch genug einzuschätzendes Gut des Berufsrechts und nicht verhandelbar. Als Mandant können Sie daher uneingeschränkt erwarten, dass der Steuerberater als Organ der Steuerrechtspflege alle Ihre Anliegen absolut vertraulich behandelt.

Das bedeutet konkret, dass alle Gespräche und Informationen unter uns bleiben. Auch innerhalb der Kanzlei wird die Vertraulichkeit gewahrt. Auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kanzlei sind auf die Verschwiegenheitspflichten verpflichtet.