Fragen an den Steuerberater – FAQ 2018-04-19T22:42:00+00:00

Fragen an den Steuerberater – FAQ – Frequently Asked Questions

1. Was kann ein Steuerberater für Sie tun?

Unsere Aufgaben sind vielfältig und richten sich nach den Anforderungen des Mandanten. Das Tätigkeitsfeld kann in Deklarationstätigkeiten und Beratungen unterteilt werden.

Für Unternehmen decken wir die steuerliche Beratung und die Gestaltungslösungen ab und erfüllen die Buchführungsverpflichtungen sowie alle angrenzenden Aufgaben. Zum Jahresende stellen wir Jahresabschlüsse auf und erstellen die erforderlichen Steuererklärungen aus dem betrieblichen und privaten Bereich.

Privatpersonen ziehen uns als Steuerberater hinzu, um beispielsweise die jährlichen Einkommensteuererklärungen erstellen zu lassen. Als Steuerberater sind wir über die Steuergesetzgebung auf dem Laufenden und können Ihnen daher optimale Ergebnisse gewährleisten.

Wir beraten unsere Mandanten in allen relevanten Steuerfragen und der Rechnungslegung für Unternehmer und vertreten ihre Interessen gegenüber dem Finanzamt, z.B. bei Betriebsprüfungen.

Des Weiteren beraten und gestalten wir bei steuerlichen Fragestellungen und Projekten mit den vielfältigsten steuerlichen Bezugspunkten.

2. Muss man einen Steuerberater haben?

Wird ein Steuerberater beauftragt, erhält man ein hohes Maß an Sicherheit, dass die Steuerlast und die Steuern für das Unternehmen nicht höher als erforderlich sind, alle Vergünstigungen in Anspruch genommen werden und es später keine Überraschungen gibt. Kurz: Diesen Bereich übertragen Sie auf Ihren Steuerberater und erhalten dafür eine optimale Beratung aus professioneller Hand.

3. Was kostet ein Steuerberater?

Die Vergütungen unterscheiden sich von Fall zu Fall.

Aufwändige, komplexe und zeitintensive Tätigkeiten und Beratungen führen regelmäßig zu höheren Vergütungen als einfachere Angelegenheiten.

Über den Umfang der uns übertragenen Aufgaben nimmt der Mandant Einfluss auf die Vergütung. Wenn es z.B. um Finanzbuchführungen geht, kann der Mandant bereits durch Vorbereitungsmaßnahmen zuarbeiten.

Die Beratung für Unternehmensmandate sind umfangreicher und komplexer. Hier ist sowohl die betriebliche als auch die private Steuersphäre zu betrachten und neben der Einkommensteuer müssen weitere steuer-, handels- und gesellschaftsrechtliche Regelungen berücksichtigt werden. Hinzu kommen Vergütungen für die Erstellung von Finanzbuchführungen, Gewinnermittlungen bzw. Jahresabschlüsse, das Lohn- und Gehaltswesen und weitere Tätigkeiten mehr, z.B. verfahrensrechtliche und betriebswirtschaftliche Beratung.

Die Vergütungen für die klassischen Tätigkeiten sind gesetzlich geregelt und werden grundsätzlich nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) abgerechnet. Beratungsleistungen und andere vereinbare Tätigkeiten werden nach Zeitaufwand vergütet. Der Stundensatz beträgt zwischen EUR 75 und EUR 140 zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer (19%).

Die Vergütungen für viele Tätigkeiten können zu Beginn eingeschätzt werden, sodass für den Mandanten eine weitgehende Planungssicherheit hergestellt werden kann.

4. Wie hoch sind die Kosten für eine normale Steuererklärung?

Eine normale Steuererklärung gibt es unserer Meinung nach nicht, weil sich die Verhältnisse bei unseren Mandanten zu sehr von einander unterscheiden.

Wenn es sich um die Erstellung einer Einkommensteuererklärung zweier berufstätiger Eheleute handelt, neben dem Gehalt keine weiteren Einkünfte vorhanden sind und keine zusätzlichen Tätigkeiten entfaltet werden müssen, kann als Anhaltspunkt von einer Vergütung in Höhe von 0,6% bis 0,9% des Jahresgehalts ausgegangen werden.

5. Haftet der Steuerberater für Fehler?

Unseren Mandanten stehen die allgemeinen Gewährleistungsansprüche zu. Im Falle eines Beratungsfehlers wird ein entstandener Schaden durch die gesetzlich vorgeschriebene Berufshaftpflichtversicherung gedeckt.

6. Behandelt der Steuerberater alles vertraulich?

Neben den allgemeinen Verschwiegenheits- und Datenschutzverpflichtungen sind von Steuerberatern die berufsrechtlichen Verschwiegenheitspflichten (Für Steuerberater: § 5 BOStB) zu beachten, wie sie außerdem für Rechtsanwälte, Ärzte und andere Berufsgeheimnisträger gelten.

Das Berufsgeheimnis ist ein zentrales Berufsmerkmal und nicht hoch genug einzuschätzendes Gut des Berufsrechts und des Rechtsstaats. Die Pflicht zur Verschwiegenheit ist nicht verhandelbar. Als Mandant können Sie daher uneingeschränkt darauf vertrauen, dass wir als Steuerberater und Organ der Steuerrechtspflege Ihre Anliegen absolut vertraulich behandeln.

Das bedeutet konkret, dass alle Gespräche und Informationen unter uns bleiben. Auch innerhalb der Kanzlei wird die Vertraulichkeit gewahrt. Auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kanzlei sind auf die Verschwiegenheitspflichten verpflichtet.

7. Kann ich auch kündigen?

Im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 627 Abs. 1) ist bestimmt, dass Aufträge zwischen dem Mandanten und dem Steuerberater mit sofortiger Wirkung gekündigt werden können (BGH vom 11.02.2010 – IX ZR 114/09). Der Steuerberater erbringt demnach Dienste höherer Art, weil er umfassende Einblicke in die Berufs-, Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Mandanten erlangt. Der Vertrag beruht auf besonderem Vertrauen und ist somit jederzeit und ohne die Angabe von Gründen mit sofortiger Wirkung kündbar.