Verkauf einer Wochenendwohnung ist nicht steuerbar (BFH)

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Dem Revisionsverfahren ging ein für den Steuerpflichtigen zunächst nachteilig entschiedenes Urteil des Finanzgerichtes Köln (Urteil vom 18.10.2016 – 8K 3825/11) voraus.

Im Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof erhielt der Kläger nunmehr aber doch recht: Der Verkauf einer zu eigenen Wohnzwecke genutzten Wochenendwohnung bzw. Zweitwohnung unterfällt nicht der Besteuerung, sog. Spekulationsgeschäftsbesteuerung bzw. private Veräußerungsgeschäfte gem. § 23 EStG.

Der Senat des BFH begründet seine für die Praxis klarstellende Rechtsprechung mit der Gesetzesnorm sowie den enthaltenen Ausnahmen von der Besteuerung.

Ausweislich der Urteilsbegründung hält es ...

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Erhaltungsaufwand für nachträgliche Substanzschäden (BFH)

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Eine tolle und für die Praxis bedeutsame Nachricht aus der höchstrichterlichen Finanzgerichtsbarkeit, wenn es um Erhaltungsaufwand für frische bzw. nachträglich eingetretene Substanzschäden geht.

Diese Rechtsprechung ist relevant für Vermieter, die Investitionen in Form von Reparaturen der einer vermieteten Immobilie vornehmen. Der Steuergesetzgeber trägt solche Erhaltungsmaßnahmen mit, indem er diese Aufwendungen zum Werbungskostenabzug zulässt und so die Besteuerungsgrundlage vermindert. Übersteigen Erhaltungsmaßnahmen jedoch eine bestimmte Größenordnung, unterfallen diese Aufwendungen den Regelungen über die Gebäudeabschreibung (AfA) und werden über eine Dauer von (meist) 50 ...

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Kein Übergang von verteilten Erhaltungsaufwendungen im Todesfall (FG)

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Der Steuergesetzgeber hat Grundstückseigentümern ein interessantes Gestaltungswerkzeug an die Hand gegeben, um größere Erhaltungsaufwendungen an vermieteten Wohngebäuden auf 2 bis 5 Jahre zu verteilen (§82b EStDV). Das steuerliche Verteilungswahlrecht kann vom steuerlichen Berater so für die Optimierung des zu versteuernden Einkommens eingesetzt werden.

Nun hat das Finanzgericht Berlin-Brandenburg in einem neuen Urteil (12.07.2017 – 7 K 7078/17) entschieden, dass etwaige noch nicht verbrauchte Erhaltungsaufwendungen nicht auf den Rechtsnachfolger im Todesfall übergehen.

Urteilsleitsätze:

  1. Auch im Fall der Gesamtrechtsnachfolge kann Werbungskosten grundsätzlich nur derjenige abziehen, der sie ...
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Betriebsausgabe: Steuer auf Geschenke – BMF hat ein Einsehen (BMF)

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Als der Bundesfinanzhof mit seinem Urteil IV R 13/14 vom 30.03.2017 entschieden hatte, dass eine etwaige §37b-Steuer auf Geschenke bei der Ermittlung der Höchstgrenze von EUR 35 je Kopf und Kalenderjahr einzubeziehen ist, sah es danach aus, als würde diese Rechtsprechung fortan zu einer deutlichen Verringerung der aus Sicht des Finanzverwaltung akzeptablen Pflege von Kunden- und Geschäftsbeziehungen führen und die Unternehmer müssten bei Ihrer Planung die §37b-Steuer mit einkalkulieren.

Die Finanzverwaltung möchte aber an der bisherigen Praxis festhalten und macht die ...

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Verkauf einer selbstgenutzten Ferienwohnung kann steuerpflichtig sein (FG)

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Eine aktuelle Rechtsprechung macht es erforderlich, den Verkauf von Immobilien unter einem neuen Blickwinkel zu betrachten und den Fortgang der finanzgerichtlichen Rechtsprechung in vergleichbaren Fällen ganz genau zu beobachten.

Denn wer sich neben seiner Hauptwohnung zusätzlich eine Wochenendwohnung hält und diese in Abständen für seine Urlaubs- oder Wochenendausflüge nutzt, muss im Falle des Verkaufes auf die steuerlichen Fristen achten.

Wodurch sich dieses Thema von den früheren Beurteilungen unterscheidet: Nach der herrschenden Auffassung sollte auch eine selbstgenutzte Ferienwohnung der Begünstigung unterfallen, was bis ...

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Geschenke: Pauschalisierte Einkommensteuer nicht abziehbar (BFH)

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Wendet ein Unternehmer seinen Geschäftspartnern Geschenke zu, ist eine Vielzahl an steuerlichen Regelungen zu beachten.

So sind die Aufwendungen für Geschenke zunächst grundsätzlich keine abziehbare Betriebsausgaben. Das Abzugsverbot gilt jedoch nicht, wenn die Aufwendungen EUR 35 je Person und Kalenderjahr nicht überschreiten.

Auf Seiten des Beschenkten löst das Geschenk unter Umständen eine Besteuerung aus. Dies gilt jedenfalls dann, wenn das Geschenk beim Beschenkten im Rahmen einer steuerpflichtigen Einkunftsart vereinnahmt wird. Um dies zu vermeiden und dem Beschenkten neben dem Geschenk nicht auch ...

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Liebhaberei im Steuerrecht (FG)

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Bisweilen entstehen in Betrieben Verluste. Halten diese Verluste an oder ergeben sich Verlustperioden, muss der Inhaber zu oft den Vorwürfen der Finanzverwaltung begegnen, bei seinem Betrieb handele es sich um einen Liebhabereibetrieb vor und die Verluste würden nur aufgrund von persönlichen Neigungen in Kauf genommen. Die Folge: Ertragsteuerliche Relevanz erlangt ein Tätigkeit nur dann, wenn diese mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird. Das Finanzamt beabsichtigt, die Verluste zumindest temporär bei der Ermittlung der Besteuerungsgrundlagen außer Ansatz zu lassen.

Aber: Im Ertragsteuerrecht ist nicht ...

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Erfordernis kein Kriterium für Abzug eines Arbeitszimmers (BFH)

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Der Bundesfinanzhof (BFH) stellt in seinem jüngsten Urteil (08.03.2017 IX R 52/14) klar, dass es für einen Abzug der entstandenen Aufwendungen nicht darauf ankommt, ob das Finanzamt das Arbeitszimmer für erforderlich hält oder nicht.

Direktlink zum Urteilsvolltext

Das oberste Finanzgericht in München prüft vielmehr, ob die gesetzlichen Tatbestandsmerkmale für den Abzug der Aufwendungen erfüllt gewesen sind und hat in diesem Fall ein klares Urteil für den Steuerpflichtigen gefällt. Und die Gesetzeslage ist insoweit klar: Es kommt nur darauf an, ob das Arbeitszimmer betrieblichen ...

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Geringwertige Wirtschaftsgüter EUR 800 + Investitionsabzugsbetrag (Bundesrat)

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Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassungen ist u.a. der für Geringwertige Wirtschaftsgüter geltende Grenzwert (GWG) von EUR 410 auf EUR 800 angehoben worden. Ausweislich der Anwendungsregelungen gilt dieser neue Grenzwert für Anschaffungen und Herstellungen von Wirtschaftsgütern, die nach dem 31.12.2017 stattfinden, mithin regelmäßig ab dem Wirtschaftsjahr 2018.

 

Frage: Das bedeutet dann, dass ich das neue MacBook (EUR 1.449) trotzdem nicht komplett im Jahre der Anschaffung sofort absetzen kann, sondern dieses auf 3 Jahre linear abzuschreiben habe?

Antwort: Im ...

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