Fragen an den Steuerberater – FAQ2018-06-09T15:43:17+00:00

Fragen an den Steuerberater – FAQ – Frequently Asked Questions

1. Was kann ein Steuerberater für Sie tun?

Unsere Aufgaben sind vielfältig und richten sich nach den Anforderungen des Mandanten. Das Tätigkeitsfeld kann in Deklarationstätigkeiten und steuerrechtliche Beratungen unterteilt werden.

Für Unternehmen decken wir die steuerliche Beratung und die Gestaltungslösungen ab und erfüllen die Buchführungsverpflichtungen sowie die angrenzenden Aufgaben. Zum Jahresende stellen wir Jahresabschlüsse auf und fertigen die erforderlichen Steuererklärungen für den betrieblichen und privaten Bereich.

Privatpersonen ziehen uns als Steuerberater hinzu, um beispielsweise die jährliche Einkommensteuererklärung fertigen zu lassen. Als Steuerberater sind wir über die Steuergesetzgebung auf dem Laufenden und können unseren Mandanten optimale Ergebnisse gewährleisten.

Wir beraten unsere Mandanten in allen relevanten Steuerfragen, bei der Rechnungslegung für Unternehmer und vertreten ihre Interessen gegenüber dem Finanzamt, z.B. bei Betriebsprüfungen.

Des Weiteren beraten und gestalten wir bei steuerlichen Fragestellungen und Projekten mit den vielfältigsten steuerlichen Bezugspunkten.

2. Muss man einen Steuerberater haben?

Wird ein Steuerberater beauftragt, erhält der Mandant ein hohes Maß an Sicherheit, dass seine Steuerlast und die Steuern für das Unternehmen nicht höher als nötig sind, alle Vergünstigungen in Anspruch genommen werden und es später keine Überraschungen gibt. Diesen Bereich übertragen Sie auf Ihren Steuerberater und erhalten dafür eine optimale Beratung aus professioneller Hand.

3. Was kostet ein Steuerberater?

Die Vergütungen unterscheiden sich von Fall zu Fall. Aufwändige, komplexe und zeitintensive Tätigkeiten und Beratungen führen zu höheren Vergütungen als einfach gelagerte Angelegenheiten.

Über den Umfang der uns übertragenen Aufgaben nimmt der Mandant Einfluss auf die Vergütung. Wenn es z.B. um Finanzbuchführungen geht, kann der Mandant bereits durch Vorbereitungsmaßnahmen zuarbeiten.

Die Beratung für Unternehmensmandate sind umfangreicher und komplexer. Hier ist neben der betrieblichen auch die private Steuersphäre zu betrachten und neben der Einkommensteuer müssen weitere steuerrechtliche und handelsrechtliche sowie gesellschaftsrechtliche Regelungen berücksichtigt werden. Hinzu kommen Vergütungen für die Erstellung von Finanzbuchführungen, Gewinnermittlungen bzw. Jahresabschlüsse, das Lohn- und Gehaltswesen und weitere Tätigkeiten mehr, z.B. verfahrensrechtliche Vertretung und betriebswirtschaftliche Beratung.

Die Vergütungen für die klassischen Tätigkeiten sind gesetzlich geregelt und werden grundsätzlich nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) abgerechnet. Beratungsleistungen und andere vereinbare Tätigkeiten werden nach Zeitaufwand vergütet. Der Stundensatz beträgt zwischen EUR 75 und EUR 140 zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer (19%).

Die Vergütungen für viele Tätigkeiten können zu Beginn eingeschätzt werden, sodass für den Mandanten eine weitgehende Planungssicherheit hergestellt werden kann.

4. Wie hoch sind die Kosten für eine normale Steuererklärung?

Eine normale Steuererklärung gibt es unserer Meinung nach nicht, weil sich die Verhältnisse bei unseren Mandanten zu sehr voneinander unterscheiden.

Wenn es jedoch sich um die Erstellung einer Einkommensteuererklärung zweier berufstätiger Eheleute handelt, neben dem Gehalt keine weiteren Einkünfte vorhanden sind und keine zusätzlichen Tätigkeiten entfaltet werden müssen, kann als Anhaltspunkt von einer Vergütung in Höhe von 0,6% bis 1,2% des Jahresgehalts ausgegangen werden.

Wir berechnen für Einkommensteuererklärungen mindestens EUR 297,50 inklusive Mehrwertsteuer.

5. Haftet der Steuerberater für Fehler?

Unseren Mandanten stehen die allgemeinen Gewährleistungsansprüche zu. Im Falle eines Beratungsfehlers wird ein entstandener Schaden durch die gesetzlich vorgeschriebene Berufshaftpflichtversicherung gedeckt.

6. Behandelt der Steuerberater alles vertraulich?

Neben den allgemeinen Verschwiegenheits- und Datenschutzverpflichtungen sind von Steuerberatern berufsrechtliche Verschwiegenheitspflichten (Für Steuerberater: § 5 BOStB) zu beachten, wie sie außerdem für Rechtsanwälte, Ärzte und andere Berufsgeheimnisträger gelten.

Das Berufsgeheimnis ist ein zentrales Berufsmerkmal und nicht hoch genug einzuschätzendes Gut des Berufsrechts und des Rechtsstaats. Die Pflicht zur Verschwiegenheit ist nicht verhandelbar. Der Mandant kann daher uneingeschränkt darauf vertrauen, dass wir als Steuerberater und Organ der Steuerrechtspflege seine Anliegen absolut vertraulich behandeln.

Das bedeutet konkret, dass alle Gespräche und Informationen unter uns bleiben. Auch innerhalb der Kanzlei wird die Vertraulichkeit gewahrt. Auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kanzlei sind auf die unbedingten Verschwiegenheitspflichten verpflichtet.

7. Kann ich auch kündigen?

Das Bürgerliche Gesetzbuch (§ 627 Abs. 1 BGB) bestimmt, dass Aufträge zwischen dem Mandanten und dem Steuerberater mit sofortiger Wirkung gekündigt werden können, vgl. BGH vom 11.02.2010 – IX ZR 114/09. Der Steuerberater erbringt demnach Dienste höherer Art, weil er umfassende Einblicke in die Berufs-, Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Mandanten erlangt. Der Vertrag beruht auf besonderem Vertrauen und ist somit jederzeit und ohne die Angabe von Gründen mit sofortiger Wirkung kündbar.