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Verzugszinsen und Basiszinssätze | §§ 247, 288 BGB

Nach § 247 BGB wird der sogenannte Basiszinssatz in halbjährlichen Abständen, jeweils zum 01.01. und zum 01.07. eines jeden Jahres, durch die Deutsche Bundesbank bekanntgegeben.

Er ist die Bezugsgröße für die jüngste Hauptrefinanzierungsoperation der Europäischen Zentralbank.

Der Basiszinssatz findet Anwendung bei der Ermittlung von z.B. Verzugszinsen gem. §288 BGB, wonach Geldschulden für die Dauer eines Zahlungsverzugs zu verzinsen sind. Dabei wird der Basiszinssatz um 5 Prozentpunkte erhöht (z.B. Basiszinssatz 0,12% + 5% = 5,12%).

Bei Verzugszinsen, die sich aus dem Verzug bei Rechtsgeschäften ergeben, an denen Verbraucher nicht beteiligt sind, beträgt der maßgebende Zinssatz 8 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz (z.B. Basiszinssatz 0,12% + 8% = 8,12%).

BGB § 247 (1) BGB § 288 (1) BGB § 288 (2)
01.01.2011 –  30.06.2011 0,12% 5,12% 8,12%
01.07.2011 –  31.12.2011 0,37% 5,37% 8,37%
01.01.2012 –  30.06.2012 0,12% 5,12% 8,12%
01.07.2012 –  31.12.2012 0,12% 5,12% 8,12%
01.01.2013 –  30.06.2013 -0,13% 4,87% 7,87%
01.07.2013 –  31.12.2013 -0,38% 4,62% 7,62%
01.01.2014 –  30.06.2014 -0,63% 4,37% 7,37%

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